ULRICH WIRNER: ALLES – MINDEN 2016

Elhangzott 2016. szeptember 9-én 18.00 órakor a Szolnoki Művésztelep Kert Galériájában

SEHR GEEHRTE DAMEN UND HERREN, JO NABOT, auch wenn ich Bilder male, damit ich nicht so viel sprechen muss, möchte ich doch die Gelegenheit nutzen und ein paar Worte sagen.Ich bin seit Anfang April als Austauschstipendiant hier in der Künstlerkolonie und möchte deshalb zuerst dem Kulturamt der Stadt Reutlingen für das Vertrauen danken, mich hierher zu schicken. (Eine kleine Delegation aus iher Reutlinger Partnerstadt ist gerade anlässlich des Gulaschfestivals hier. Verpassen Sie es nicht, morgen an ihrem Stand die Maultaschen zu probieren!)Ebenso der Stadt Szolnok, deren Bürgermeister ich als einen aufgeschlossenen sympathischen Menschen kennenlernen durfte, der glaube ich weiß, welchen Schatz die Stadt Szolnok mit dieser Künstlerkolonie hat. Ich bin aus Reutlingen hierhergekommen um Bilder zu malen: und natürlich habe ich Bilder mit hierhergebracht. Bilder in meinem Kopf. Bilder über Ungarn. Bilder über ihr Land, ihre Politik, ihre Geschichte. Bilder die zusammengesetzt waren aus Informationen in Medien, Büchern, aus Erzählungen anderer.
Den Menschen die ich hier kennenlernen durfte verdanke ich es ,manche dieser Bilder korrigieren zu können, sie zu überarbeiten, manche bestätigt zu finden oder ihnen neue Puzzleteile hinzufügen zu können. Euch besonders danke ich für die Freundlichkeit mich aufzunehmen und für die Freundlichkeit mit der ihr mich aufgenommen habt.
Ich bin dankbar für die Bereitschaft, die ich hier vorfinden durfte, die Welt auch einmal durch fremde aussenstehende Augen zu betrachten; für die Bereitschaft mich einen Blick in Eure Welt werfen zu lassen, in Eure Wahrheiten, Euer Wissen und Euer beeindruckendes Können.
Minden- alles :habe ich meine Ausstellung genannt, weil ich mich entschlossen habe ihnen einen fast gänzlichen Überblick über die 4 Monate die ich hier arbeiten durfte anzubieten. Fast gänzlich: denn die allergrößten Scheußlich keiten wollte ich ihnen- und mir- doch ersparen.
Vielleicht und hoffentlich sind mir ein paar Bilder gelungen, vielleicht sind ein paar ziemlicher Mist. So wie unsre Tage eben auch sind : an manchen gehört uns die ganze Welt und wir möchten platzen vor Glück. Und dann wieder gibt es Tage, an denen alles mißlungen scheint und ohne Sinn. Aber erst aus all den einzelnen unterschiedlichen Teilen setzt sich vielleicht ein richtiges Bild zusammen: wie ein Puzzle. Und wer schon einmal ein Puzzle gelegt hat weiß noch etwas anderes.: nämlich wie wichtig oft die Ränder sind.: ich habe in den Monaten hier viel über den Begriff der Fremde nachgedacht und, wen wundert das in diesen Tagen, als Fremder hier viel über Fremde, über Flüchtlinge und Identität gesprochen.Und mir ist klar geworden, daß sich vielleicht wie im Puzzle das gesamte Bild oft erst von den Rändern her zusammensetzen und begreifen lässt.Vielleicht kann uns das Fremde besser erklären, wer wir sind, als das Bekannte. Vielleicht sollten wir das Fremde und die am Rand unsere Gesellschaft mehr schätzen, weil sie uns mehr über uns und unsre Identität erzählen, als das Bekannte und Vertraute, in dem wir uns eingerichtet haben und das wir so oft für das ganze Bild halten. Ich habe mehr Fragen als Antworten. Vielleicht krankt jeder Staat, jede Religion daran, daß sie zu viele Antworten haben. Vielleicht sollten wir ( uns) mehr Fragen stellen und uns hüten vor den allzu festen Sicherheiten, den zu schnellen und zu einfachen Antworten. Entschuldigen Sie. Ich hatte wundervolle Monate hier. Die Stadt Szolnok besitzt einen Schatz und ich hoffe und glaube, sie weiß es. Einen Schatz, den seine Bewohner erst zu dem Besonderen Ort machen, der er ist. Und deshalb bin ich
sicher, daß sie mit der notwendigen Unterstützung der Stadt Szolnok auch durch die sicherlich schwierige Zeit der im nächsten Jahr anstehenden Renovierungsarbeiten kommen. Wie der grossartige Kurt Cobain, der leider diese elende Wirklichkeit nicht länger ertragen konnte, sagte:
Come as you are. Und ich durfte hierherkommen als der der ich bin und fühlte mich willkommen und angenommen. DANKE also Euch allen, die ihr mich diese Tage bei Euch und mit Euch habt leben lassen. (Und nicht zuletzt möchte ich Herrn Fritz danken. Dem dicken weißen Kater der mich am ersten Tag adoptiert und durch die Tage begleitet hat. In diesem Sinne: Miau…)
Und ihnen allen Danke für ihr kommen, für ihre Geduld und ihr Interesse.
KÖSZENEM SZEPEN.

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